Nestbau kann sowohl bei männlichen als auch weiblichen Mäusen beobachtet werden. Oft bauen die Mäuse Nester, von denen der Halter es eigentlich gar nicht erwartet.
Mäuse errichten ihr Schlaf- und Kuschelnest aus allen was ihnen an Nistmaterial dafür geeignet erscheint: Stroh, Heu, unbedrucktem und nicht riechendem Klopapier oder Taschentüchern, Zeitungspapier, Küchenpapier, zernagten Pappröhren oder Pappschachteln (bitte keine Glanzdruck-Verpackungen anbieten) und allem, was sonst noch für gut befunden wird.
Viele Halter legen nach der Käfigreinigung in Stücke gerissenes Küchen- oder Klopapier in den Käfig und erfreuen sich am Anblick von emsig Papier ins Nest tragenden Mäusen. Oft laufen sie so eifrig Richtung Nest, dass sie dabei fast über ihre eigenen Beine stolpern. Hin und wieder kann man sogar beobachten, wie sich zwei Mäuse uneins sind, wo der passende Ort für das Nest ist und teilweise sogar das Baumaterial aus dem „Rivalennest“ holen.
Dass der Halter auf unterschiedlichen Etagen Nester findet, ist bei großen Gruppen nicht ungewöhnlich. Teilweise wechseln bestimmte Mäuse sogar täglich ihr Schlafnest.
Bei manchen Mäusen kann man zudem beobachten, dass sie altes Nistmaterial aus dem Nest werfen, wenn dieses zu schmutzig geworden ist, und es durch neues Material ersetzen.
Wer seinen Mäusen neben dem Nestbau die Materialbeschaffung etwas schwerer machen will, um sie zu beschäftigen, kann
Wichtig ist, dass das Nest nicht einfach mutwillig vom Halter beschädigt oder zerstört wird. Wenn die Mäuse oft kein Nest mehr am gewohnten Platz vorfinden, setzt sie das unter erheblichen Stress und verunsichert sie. Daher nur an das Nest der Mäuse gehen, wenn es absolut notwendig ist!
Bei trächtigen Mäusen und Muttertieren sollte man immer die Finger vom Nest lassen, da die Mutter in jeder Störung eine Gefahr für die Babys sehen und sie vor Stress auffressen kann.
— Sandra Thees 29.09.2006 23:04.