In einer Farbmausgruppe herrscht eine klare Hierarchie.
Es gibt innerhalb der Gruppe rangniedere und ranghöhere Tiere.
Jeder Eingriff in diese Gruppenhierarchie kann zum Auseinanderbrechen der Gruppenkonstellation führen.
Aus den verschiedensten Gründen kommt es jedoch vor, daß Farbmausgruppen vergrößert oder zusammengelegt werden müssen oder auch Mäusen aus Einzelhaft zu einem artgerechtem Gruppenleben verholfen werden soll. Desweiteren ist es ab und an erforderlich, eine oder mehrere Mäuse aus Krankheitsgründen von der Gruppe zu trennen.
All dies stellt einen erheblichen Eingriff in die Gruppenhierarchie dar. Die neu einzugliedernden Mäuse haben in der Gruppe noch keinen zugeordneten Platz.
Da Farbmäuse zudem sehr revierfixierte Tiere sind und daher ihr angestammtes Revier gegen jeden Eindringling verteidigen, muss beim Integrieren eine wesentliche Grundregel beachtet werden:
Mäuse dürfen niemals „einfach so“ in ein fremdes Revier gesetzt werden!
Eine falsche oder gar fehlende Vergesellschaftung (Integration) kann zu schweren Revierkämpfen mit ernsten Verletzungen, ja sogar zum Tod einer Maus führen!
Um diese Probleme zu vermeiden und auch dem unerfahrenen Maushalter eine erfolgreiche Vergesellschaftung zu ermöglichen, werden unter den folgenden Links grundlegende Informationen zu möglichen Gruppenkonstellationen und Vergesellschaftungsmethoden vorgestellt:
Man sollte bedenken, daß jede Vergesellschaftung extremen Stress für die Tiere bedeutet, der sogar lebensverkürzend wirken kann. Daher sollten Farbmäuse maximal dreimal in ihrem Leben vergesellschaftet werden.