Woher bekomme ich Mäuse?

Zoohandlung

In Zoohandlungen werden Mäuse in großer Anzahl auf kleinem Raum gehalten, was zu Verletzungen, Verhaltensstörungen oder sogar dem Tod führen kann.
Zudem werden sie häufig nicht nach Geschlechtern getrennt; teilweise sind die Tiere auch schlecht getrennt, sodass man z.B. einen oder mehrere Böcke bei den Weibchen finden kann. Kaufen Sie Ihre Mäuse in einer Zoohandlung, kann es leicht passieren, dass Sie ein schwangeres Tier oder eine gemischtgeschlechtliche Gruppe bekommen.
Für jedes verkaufte Tier wird ein weiterer Wurf „bestellt“ oder in einem Hinterzimmer selbst heran gezogen. (Oft ohne die mindeste Ahnung von Genetik, sondern nur auf der Niedlichkeit/Schönheit der Mäuse beruhend.)
Aus den gezogenen Würfen werden nur die mit dem größten Niedlichkeitspotential verkauft. Der nicht verkäufliche Überstand wird in der Regel als Schlangenfutter verwendet, genau wie Würfe, die man wieder in der Zoohandlung abgibt.

:!: In einigen Zoohandlungen findet man zweier Gruppen, die auch nur so abgegeben werden. Hierbei sollte bei jungen Tieren vorallem auf das Geschlecht geachtet werden.

Tierheim

Die Tierheime in Deutschland beherbergen oft Rennmäuse. Ihre Vermittlungschancen sind in der Regel schlecht. Sie kommen aus den gleichen Gründen wie alle anderen Tiere auch ins Tierheim: Sie gefallen ihrem Halter nicht mehr, ein Umzug steht ins Haus, das Leben wird umstrukturiert und plötzlich ist keine Zeit mehr für die Tiere oder ein Familienmitglied reagiert plötzlich allergisch.
Bei Mäusen kommt als weiterer Abgabegrund hinzu, dass bei einer verspäteten oder falschen Trennung der Männchen und Weibchen der Bestand exponentiell anwächst! Das bedeutet nicht selten, dass der überforderte Halter binnen kürzester Zeit mit einem Karton voller sich unkontrolliert vermehrender Tiere vor dem Tierheim steht.
Oft sind Mäuse, wie auch viele andere Kleinnager, die „Vergessenen“ in den Tierheimen. Ihre Vermittlungschancen sind schlecht, wenn sie nicht gerade sehr jung sind oder eine außergewöhnliche Farbe haben.

Rennmäuse haben leider auch dadurch einen Nachteil, dass man sie oft nur in Gruppen von zwei Tieren halten kann. Da zum Vergesellschaften oft junge Tiere bevorzugt werden, vegetieren alte Tiere oft alleine in Tierheimen vor sich hin.
In letzter Zeit sind oft leider sehr große Rennmausnotfälle aufgetretten, wo die Tierheime selten wissen, wohin mit den Tieren.
Wenn Sie bereit sind, diesen Tieren eine Chance auf ein schönes Leben zu geben, dann rufen Sie als erstes die Tierheime in Ihrer Nähe an!

Private Vermittler

Private Vermittler nehmen in der Regel die Tiere auf, die sonst ins Tierheim kommen würden. Diese Tiere haben ein ähnliches Schicksal wie Tierheimtiere. Pflegestellen finden Sie über das Internet, über ein lokales Tierheim bzw. einen Tierschutzverein oder im Mausebande Forum.
Einen schnellen Überblick über aktuell zur Vermittlung stehende Mäuse bietet die Vermittlungskarte.
Bei der privaten Vermittlung wird in der Regel, ebenso wie im Tierheim, ein Schutzvertrag unterschrieben und eine kleine Schutzgebühr bezahlt.
Oft befinden sich in Tierheimen oder privaten Pflegestellen auch größere Notfälle. Hier ist umgehende Hilfe oft sehr wichtig, damit die Tiere schnellstmöglich eine besser Lebensqualität bekommen. Wenn ein solcher Notfall auftritt, müssen die Pflegestellen oft sehr viele Tiere auf einmal unterbringen, so dass das einzelne Tier sehr wenig Platz hat. Von Notfällen dieser Art erfahren Sie ebenfalls im Internet/Forum oder im lokalen Tierheim.

 
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rennmaus/bezugsquelle.txt · Zuletzt geändert: 2012/08/04 13:01 (Externe Bearbeitung)
 
 
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