Duo oder Großgruppe?

Die ideale Gruppengröße bei mongolischen Rennmäusen liegt bei zwei Tieren, dabei haben sich sowohl gleichgeschlechtliche Konstellationen als auch die Haltung eines kastrierten Bocks mit einem Weibchen bewährt.

Gruppen ab drei oder mehr Tieren sind in der Regel nicht stabil. Das heißt, sie neigen zu Streitigkeiten, Revierkämpfen und Dominanzverhalten, die oftmals in handfesten Streit ausarten. Der Ursprung für dieses Verhalten findet sich im Wildlife der mongolischen Rennmaus. In freier Natur leben mongolische Rennmäuse in losen Gruppen zusammen. Innerhalb dieser Gruppe, die gemeinsam einen Bau bewohnt, gibt es aber immer nur ein Paar (die sogenannten Alphatiere), das gemeinsam lebt und sich fortpflanzt. Fremde Rennmäuse werden vertrieben und auch der Nachwuchs muss, sobald er selbstständig ist, eigene Wege gehen und den Bau verlassen.

Bei einer Haltung von mehr als zwei Tieren bedarf es eines wachsamen Auges und möglichst viel Erfahrung beim Halter. Zudem sollte man immer im Vorraus dafür sorgen, dass eine Gruppe bei einem aufkommenden Streit auch getrennt werden kann. Es muss also immer mindestens ein „Notfallgehege“ zur Verfügung stehen.

Gruppenkonstellation

Bei mongolischen Rennmäusen ist also die Haltung von zwei Tiere zu bevorzugen. Aber in welcher Konstellation? Sind Böcke genauso verträglich wie Weibchen? Kann man eine Rennmaus kastrieren?

„Frauen unter sich“

Die Haltung von zwei Weibchen hat sich schon oft bewährt. Sie bilden in der Regel eine lebenslange Gemeinschaft, auch wenn einige Halter feststellen, dass Weibchen gerne untereinander zu „Zickereien“ neigen, die oftmals in Verbindung mit einer Hitze (Empfängnisbereitschaft) stehen.

„Männer unter sich“

Auch die Haltung von zwei Böcken ist möglich. Diese sind oftmals ruhiger als Weibchen und dadurch als Gruppe stabiler, so das subjektive Empfinden zahlreicher Halter.

Die Kastration

Viele Halter fragen sich nun sicher, warum man einen Rennmausbock kastrieren lassen sollte, wenn sich doch auch gleichgeschlechtliche Gruppen vertragen.

Die Antwort liegt auch hier im natürlichen Verhalten der Rennmäuse. In freier Natur leben immer Paare zusammen. In der Heimtierhaltung ist diese Haltungsform nicht zu empfehlen, da es zu unkontrolliertem Nachwuchs kommen würde. Daher ist eine Kastration des Bockes ratsam. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass auch zuvor unverträgliche Tiere in einer solchen Konstellation lebenslange harmonische Gemeinschaften bilden.

Mehr zum Thema Kastration bei Rennmäusen finden Sie hier: die Rennmauskastration

Kathrin 20.02.2008 11:51.


 
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rennmaus/duo_oder_grossgruppe.txt · Zuletzt geändert: 2012/08/04 13:01 (Externe Bearbeitung)
 
 
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