Bisswunden

Ursachen

Bisswunden kommen häufig bei Vergesellschaftungen, Revierkämpfen oder durch Aggressionen, z.B. bedingt durch zu kleine Käfige, zustande.
Am häufigsten finden sich Bisswunden:

  • an den Ohren
  • am Schwanz
  • am Hintern oder an den Seiten

Zudem kommt es bei Stachelmäusen aufgrund von Eiweißmangel zu Bisswunden. Kann man in seiner Gruppe keine Jagereien feststellen, schafft in manchen Fällen eine vermehrte Fütterung von Eiweiß Abhilfe.

Tierarzt nötig?

Kleine Wunden heilen meist ohne Probleme von alleine ab. Sollte eine Stachelmaus allerdings sehr schwer verletzt sein, muss sie auf jeden Fall auf einen Schockzustand hin untersucht werden. Hierfür eignet sich ein Test mit Lebendfutter: verweigert die Stachelmaus ihren geliebten Mehlwurm, so sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei starkem Blutverlust gilt auch, sofort einen Tierarzt aufsuchen, zudem kann man versuchen die Stachelmaus mit etwas Zuckerwasser zur lebenswichtigen Flüssigkeitsaufnahme zu bringen.
Außerdem kann man bei zutraulicheren Stachelmäusen die Wunden mit Jod oder 3%igem Wasserstoffperoxid aus der Apotheke desinfizieren und sie zur Wundabheilung in einen „geräumigen“ Käfig mit Zellstoff setzen.
:!: Der Halter sollte nicht während des Abheilungsprozesses die Wunde wieder öffnen oder die Wundheilung anderweitig behindern.

Dauerhafte Lösungen

Wurde aus Aggression gebissen, sollte der Halter umgehend seine Haltungsbedingen überprüfen und diese im Notfall zum Wohl der Tiere verbessern.
Wurde bei Revierkämpfen eine Stachelmaus aus dem Revier vertrieben, so sollte sie auf keinen Fall zurück gesetzt werden, da es für sie extremer Stress, eventuell sogar den Tod bedeuten kann. Für diese Maus sollte man entweder Gesellschaft aus der Gruppe herausnehmen oder eine neue Gruppe suchen.

 
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stachelmaus/bisswunden.txt · Zuletzt geändert: 2014/07/12 19:00 von punkratz
 
 
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