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farbmaus:atemwegserkrankungen [2019/02/28 10:30]
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farbmaus:atemwegserkrankungen [2019/05/18 20:56] (aktuell)
captainc
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 Was anfangs oft als Kommunikation eingeordnet wird, ist ein wichtiger Hinweis auf den Beginn einer Atemwegsinfektion. Die ersten Symptome erscheinen nicht weiter bedrohlich und treten auch bei ansonsten gesund wirkenden Tieren auf, aber schon gelegentliche Atemgeräusche sind ernst zu nehmen. Diese stellen sich sehr vielfältig dar und können von einem leisen Fiepsen über Schnattern oder Knattern bis hin zu glucksenden oder knackenden [[atemgeraeusche_als_krankheitszeichen|Geräuschen]] gehen. Auch Niesen oder [[farbmaus:​augen|verklebte Augen]] kommen recht häufig im Zusammenhang mit Erkrankungen der Atemwege vor, Nasenausfluss hingegen ist bei Mäusen relativ selten. Was anfangs oft als Kommunikation eingeordnet wird, ist ein wichtiger Hinweis auf den Beginn einer Atemwegsinfektion. Die ersten Symptome erscheinen nicht weiter bedrohlich und treten auch bei ansonsten gesund wirkenden Tieren auf, aber schon gelegentliche Atemgeräusche sind ernst zu nehmen. Diese stellen sich sehr vielfältig dar und können von einem leisen Fiepsen über Schnattern oder Knattern bis hin zu glucksenden oder knackenden [[atemgeraeusche_als_krankheitszeichen|Geräuschen]] gehen. Auch Niesen oder [[farbmaus:​augen|verklebte Augen]] kommen recht häufig im Zusammenhang mit Erkrankungen der Atemwege vor, Nasenausfluss hingegen ist bei Mäusen relativ selten.
 Ein Alarmzeichen im weiteren Verlauf der Infektion ist neben Gewichtsverlust,​ stumpfem und struppigem Fell und einer zunehmenden Teilnahmslosigkeit vor allem die typische „Flankenatmung“. Hierbei zeigen sich durch den verstärkten Einsatz der Bauchmuskulatur beim Atmen deutlich sichtbare Bewegungen an der seitlichen Bauchwand der Mäuse. In ganz schlimmen Fällen kommt es zu regelrechter Atemnot, Atmen mit offenem Maul oder Schnappen nach Luft.\\ Ein Alarmzeichen im weiteren Verlauf der Infektion ist neben Gewichtsverlust,​ stumpfem und struppigem Fell und einer zunehmenden Teilnahmslosigkeit vor allem die typische „Flankenatmung“. Hierbei zeigen sich durch den verstärkten Einsatz der Bauchmuskulatur beim Atmen deutlich sichtbare Bewegungen an der seitlichen Bauchwand der Mäuse. In ganz schlimmen Fällen kommt es zu regelrechter Atemnot, Atmen mit offenem Maul oder Schnappen nach Luft.\\
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 Die Möglichkeiten der [[Medikamentengabe]] sind sehr zahlreich und sollten vom Charakter der Maus abhängig gemacht werden. Die Möglichkeiten der [[Medikamentengabe]] sind sehr zahlreich und sollten vom Charakter der Maus abhängig gemacht werden.
 Bei Problemen mit der Wirksamkeit von Baytril bieten sich Tetrazycline als Ausweichmöglichkeit an, wobei hierbei die Resistenzlage schlechter ist und diese zweimal täglich gegeben werden müssen. Auch mit Chloramphenicol erzielt man gute Erfolge bei Atemwegsinfektionen,​ dieses muss aber auch mehrmals täglich gegeben werden und schwächt zusätzlich das Immunsystem. Es wird deshalb zumeist nur bei schweren Infektionen eingesetzt. Auch diverse andere Antibiotika können im Bedarfsfall verwendet werden. Bei Problemen mit der Wirksamkeit von Baytril bieten sich Tetrazycline als Ausweichmöglichkeit an, wobei hierbei die Resistenzlage schlechter ist und diese zweimal täglich gegeben werden müssen. Auch mit Chloramphenicol erzielt man gute Erfolge bei Atemwegsinfektionen,​ dieses muss aber auch mehrmals täglich gegeben werden und schwächt zusätzlich das Immunsystem. Es wird deshalb zumeist nur bei schweren Infektionen eingesetzt. Auch diverse andere Antibiotika können im Bedarfsfall verwendet werden.
-Wichtig bei allen antibiotischen Behandlungen ist, dass sie nie weniger als 5 Tage und auch nach Abklingen der Symptome noch mindestens zwei Tage weiter geführt werden sollten um [[Resistenzen]] zu vermeiden. Im Allgemeinen ist eine Behandlung von mindestens 10 Tagen sinnvoll, 14 sollten nicht überschritten werden. Bei einem Rückfall bzw. einer erneuten Erkrankung ist eine wiederholte Baytrilgabe erst vier Wochen nach Ende der letzten anzuraten.+Wichtig bei allen antibiotischen Behandlungen ist, dass sie nie weniger als 5 Tage und auch nach Abklingen der Symptome noch mindestens zwei Tage weiter geführt werden sollten um [[Resistenzen]] zu vermeiden. Im Allgemeinen ist eine Behandlung von mindestens 10 Tagen sinnvoll, 14 sollten nicht überschritten werden. Bei einem Rückfall bzw. einer erneuten Erkrankung ist eine wiederholte Baytrilgabe erst vier Wochen nach Ende der letzten anzuraten. Zur Förderung der Schleimlösung kann unterstützend Bisolvon gegeben werden
  
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farbmaus/atemwegserkrankungen.txt · Zuletzt geändert: 2019/05/18 20:56 von captainc