Nester aus Heu- oder Grasfasern

Bei Nestern aus Heu- oder Grasfasern ist zu beachten, dass diese von den Tieren meist sehr schnell bis zur Unkenntlichkeit zernagt oder gänzlich zerpflückt werden können. Wundern Sie sich also nicht, wenn das erst gestern gekaufte Grasnest plötzlich nicht mehr zu finden ist. Die zerkleinerten Fasern werden von den Tieren sehr gerne zum Nestbau verwendet.
:!: Bei einem Befall mit Parasiten oder Pilzen ist es nahezu unmöglich diese Nester völlig „keimfrei“ zu bekommen. Zum Wohle der Tiere sollten Nester aus Heu- oder Grasfasern deshalb am besten entsorgt werden. :!:

Heuberg

[Farbmaus auf Weidenkugel] Manchmal muss es nicht unbedingt ein Grasnest, Haus oder Korb sein. Oft bauen Mäuse sich ihr eigenes Nest auch einfach in einem großen Heuberg. In dem sind sie von allen Seiten geschützt, und können sich unzählige Zugänge bauen. Zudem hat Heu eine sehr gute isolierende Wirkung.
Machen Sie ihren Tieren also eine Freude und legen Sie einfach einen großen Heuberg in den Käfig.

Weidenkugeln

In Baumärkten oder Möbel- und Einrichtungshäusern sowie in Drogerie- und Supermärkten werden oft Kugeln aus Weidengeflecht angeboten. Diese können ein preiswertes und interessantes, wenn auch nicht sehr langlebiges, Spielzeug für Mäuse sein.

Es ist jedoch in jedem Falle darauf zu achten, dass nur unbehandelte Weidenkugeln verwendet werden. Da die Kugeln zur Dekoration von Wohnräumen vorgesehen sind, kann eine evtl. vorhandene Lackierung und/oder Färbung nicht als definitiv gesundheitlich unbedenklich eingeschätzt werden.

Unbehandelte Weidenkugeln können von Mäusen bedenkenlos benagt werden.
Wenn die Kugel jedoch „in ihre Bestandteile zerlegt“ wurde, sollten die Reste kurzfristig entfernt werden, da die Reststücke an ihren Enden oft scharfkantig bleiben und somit ein Verletzungsrisiko darstellen können.

Grasnester

[Handelsübliches Grasnest  ] Grasnester gibt es im Zoohandel oft in zwei Größen, für Meerschweinchen/Kaninchen und für Hamster/Mäuse. Meist sind sie rund, langgestreckt oder würfelförmig und das Gras wurde auf Weidenzweige oder Draht aufgespannt. Man sollte dabei Grashäusern ohne Draht den Vorzug geben, da sie ohne Probleme zernagt werden dürfen. Häuser mit Draht nimmt man am Besten aus dem Käfig, wenn sie angenagt werden, da der Draht u.U. scharfe Spitzen hat, an denen sich die Tiere verletzen können.

Man kann sie so in den Käfig legen oder bei einem Gitterkäfig mit Blumen- oder Basteldraht (bitte ohne Plastiküberzug) am Gitter befestigen. Sie werden gern von den Kleinen zum Schlafen genutzt, besitzen aber je nach Art nur eine bestimmte Halbwertszeit.

Hängenester

[Verschlafene Farbmaus in einem Hängenest]

Meistens eigentlich für Vögel gedacht, können Hängenester auch ohne Probleme Einzug in ein Mäuseheim halten. Die Mäuse schlafen sehr gern darin, allerdings zerstören sie sie auch sehr gerne.

Hängenester gibt es aus unterschiedlichen Materialien, z.B. Stroh, Gras, Flachs, Kokos, Bambus oder Jute, mit und ohne Dach. Meist haben diese Nester schon vom Hersteller eine Aufhängung aus Draht bekommen, die man nur noch am Gitter oder Ästen befestigen muss.
Sollte das Hängenest jedoch nur eine Aufhängung aus Fäden oder dünnem Seil haben, ist es notwendig diese Aufhängung z.B. durch Draht zu verstärken. Nagen die Tiere das Seil an dem das Nest hängt durch, könnten sie abstürzen und sich verletzen.

:!: Wenn eine Maus vermisst wird, so ist dort auf jeden Fall nachzusehen: Es gibt Mäuse, die sich zum Sterben oder einfach, weil sie krank sind und dort ihre Ruhe haben, in Nester zurückziehen.

Körbe

[Verschiedene, maustaugliche Körbe  ]

Körbe sind vielseitig einsetzbar. Ob als Häuschen oder als Hängeunterschlupf - der Phantasie des Halters sind keine Grenzen gesetzt.

:!: Wichtig: Die Körbe müssen unbehandelt sein und es dürfen keine scharfen oder spitzen Metallteile herausstehen, an denen sich die Tiere verletzen könnten!



Korb als Häuschen: Dazu den Korb einfach nur umdrehen. Bei Körben, die nur oben offen sind, ein Eingangsloch hineinschneiden. Sonst einfach so reinstellen, die Nager knabbern sich ihre Ein- und Ausgänge auch gerne selber.

[Farbmaus in einem mit Heu gefüllten Weidenkorb] Korb als Hängeunterschlupf: Hierzu einfach den Korb am Gitter oder einem Ast befestigen, am leichtesten geht das mit Basteldraht oder Blumenbinddraht (ohne Plastiküberzug). Die Enden außerhalb des Käfigs ver„knoten“, so dass die Tiere nicht an diese gelangen können. Etwas Heu und Toilettenpapier hinein füllen und den Mäusen eine Möglichkeit schaffen, hinauf zu kommen - fertig!

Heukorb: Ein mit Heu gefüllter Weidenkorb kann eine sehr interessante Beschäftigung darstellen. Unter Umständen kann es vorkommen, dass das Nest in den Korb verlegt wird und die Tiere den Heukorb jedem noch so teuren, gekauften Häuschen vorziehen.


Tipp: Günstige Körbe bekommt man bei einem namhaften schwedischen Einrichtungshaus. Hier findet man unter Namen wie HAKEBO, BODACKE, DANHOLM oder GULLARP günstige Einrichtungsgegenstände für den Käfig, die sich großer Beliebtheit erfreuen.


inventar/haus_fasern.txt · Zuletzt geändert: 2019/02/28 10:30 (Externe Bearbeitung)